Produzentengalerie „guckenheim nr. 2“

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In den letzten Monaten des Jahres 2012 war Rostock um eine Galerie reicher: Am 14. Oktober öffnete „guckenheim nr. 2“ als Autorengalerie auf Zeit und temporäres Kunstprojekt in Folge die Pforten bis Weihnachten.
Die Produzentengalerie “guckenheim nr. 1“ war die erste ihrer Art in Rostock und bezog 2005, als Zwischennutzung, einen ehemaligen Haushaltwarenladen im Friedhofsweg.

2012 waren 21 Kunstschaffende der Region mit aktuellen Arbeiten  sowie Kunstwerken aus ihrem bild- und objektreichen Fundus vertreten: Eine Vielfalt aus Malerei, Grafik, Fotografie, Porzellanobjekten und Skulptur.

Wer sich mit dem Kunstmarkt beschäftigt, erkennt die Notwendigkeit dieses Modells der Kunstpräsentation.
Kunst und Kultur verändern das Bewusstsein!
Dieser hehre Anspruch muß nicht unabdingbar im Fokus einer Galerie auf Zeit stehen. Der administrative Zuschnitt und die Idee sind, in einer Künstlergruppe einen freien Ladenraum, gemeinsam finanziert und geführt, zu modifizieren. Wand an Wand sichtbar sein und sichtbar machen und möglicherweise zum Sehen und Denken motivieren. Diverse Anstöße gibt es da genug. Beispielsweise die ewig im Kunstraum stehende Frage: Kann man von Kunst leben? Die ewige wie einfache Antwort lautet: Werden der Künstler und sein Kunstwerk gesehen, wertgeschätzt und letztlich erworben – sicher.

Mein Ausstellungskonzept beinhaltete außerdem, verwandten Genres einen Spielraum zu geben:
So veranstalteten Musiker Konzerte, Autoren lasen eigene Texte und Filmkünstler zeigten ihre Produktionen. Häufig spontan angeregt durch die Bildwelt und die dreidimensionalen Werke im Galerieraum. Künstlerische Vielfalt griff somit inhaltlich ineinander. Vernetzung und Impuls waren dabei die kultursolidarische Besetzung.
Die Frage, ob der kulturelle Einsatz in dieser Galerie lukrativ war, stellt sich leider nicht . . . Dennoch war er in jedem Falle eine Bereicherung.
Spannend bleibt, wann und wo in Rostock „guckenheim nr. 3“ zu finden sein wird.

Fotos: Janet Zeugner, Paulina Waldoch, Grit Sauerborn, Christa Geißer
Idee und Konzept: Grit Sauerborn

 

HAUSBESUCH – Kunst im Bahnhofsviertel

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Erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern und in der Hansestadt Rostock öffneten sich private Räume im Rostocker Bahnhofsviertel am 2. Juni 2012 für die Kunst. So entstand für einen Tag eine vielgestaltige temporäre Galerie in Wohn- und Geschäftsräumen, in Gärten und auf Terrassen. Künstlerinnen und Künstler gingen mit Bewohnern des Bahnhofsviertels eine besondere Verbindung ein. Eingeladen waren alle Rostockerinnen und Rostocker, diese neuen Kunst-Orte zu entdecken, um gleichsam Kunst in einem besonderen Kontext zu erleben.
Das Rostocker Wohn- und Geschäftsviertel „Bahnhofsvorstadt“ ist der südliche „Eingang der Stadt“ und besitzt eine historische Bausubstanz aus der Gründerzeit. Im Zentrum des Viertels steht der Wasserturm, ein Wahrzeichen für die gesamte Stadt. Einziges kulturelles Zentrum ist das Max-Samuel-Haus, die Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock. Dieses Haus wurde der Ort  für die Abschlussveranstaltung des Projekts HAUSBESUCH.
25 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Bereichen der Bildenden und Darstellenden Kunst zeigten einen Tag lang in persönlicher, familiärer Atmosphäre und dennoch öffentlich, ihre aktuellen Positionen. Die Raumgeber erfuhren exemplarisch die Auswirkung von Kunst in alltäglicher Rezeption und wurden zu aktiven Förderern IHRER Künstler und somit der Kunst.
Modifizierte Orte entstanden, die interessanten Begegnungen und regem Austausch Spielraum und Platz gaben: für einige Bewohner  Motivation und Impuls zur Realisierung nachfolgender Aktivitäten in ihrem Viertel am Hauptbahnhof Rostock.

Fotos: Dorit Gätjen
Idee: Grit Sauerborn
Konzept: Grit Sauerborn, Gudrun Brigitta Nöh, Kristin Beckmann, Janet Zeugner

 

 

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